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Das Inferno von Dresden

Zum 70. Mal jährt sich nunmehr einer der schrecklichsten Momente der deutschen Geschichte: Die Feuernacht von Dresden. Am 13. und 14. Februar 1945 bombardierten US-amerikanische und britische Flieger in vier Wellen die mit Flüchtlingen und Verwundeten überfüllte Perle an der Elbe.

Blick vom Rathausturm nach der Bombardierung am 14. Februar 1945

Als Eisenbahnknotenpunkt und Industriezentrum war Dresden ein logisches Opfer der britischen „area bombing directive“ (Flächenbombardement), doch in Wahrheit wurde die Stadt das Opfer des sich anbahnenden Ost-West-Konfliktes, denn Churchill und Roosevelt wollten der heranrückenden Roten Armee deutlich vor Augen führen, zu welchen immensen Zerstörungen die Royal Air Force und die US Air Force imstande sind. Um 22 Uhr am 13. Februar wurde der Himmel über der Altstadt von „Christbäumen“ (Leuchtkaskaden) erhellt, die das Ziel markieren sollten; etwa 10 Minuten später fielen die ersten Bomben. In ungefähr 15 Minuten wurden drei Viertel der Altstadt dem Erdboden gleichgemacht; die Industriezentren blieben weitgehend unversehrt. Dies zeigt den infamen Plan, der den Angriffen innewohnte: Es sollte die Zivilbevölkerung getroffen werden, um diese zu demoralisieren. Trotz heftigem und tapferem Widerstand der Flugabwehr und der Luftwaffe konnte dem mörderischen Treiben nicht Einhalt geboten werden; beinahe ungehindert fiel Bombe um Bombe auf das fast wehrlose Dresden. Einige Stunden später warf die britische Luftwaffe in der nächsten Welle etwa 650000 Brandbomben ab, die im schon zerbombten Stadtkern ein wahres Inferno entfachten. Da die Häuser abgedeckt waren, bot sich den Flammen mehr als genug Nahrung und so wütete ein wahres Feuermeer. Wenngleich heutzutage gerne behauptet wird, daß diese Art des Bombardements nichts Ungewöhnliches an sich gehabt hätte, ist es doch interessant zu wissen, daß die US-Luftwaffe zuvor in der Wüste typisch deutsche Arbeiterhäuser bis ins Detail hatte nachbauen lassen, um die bestmögliche Zerstörungswirkung ihrer Bomben zu testen und zu perfektionieren…

Die Hitze der Feuerwalze war so stark, daß Glas und Metall schmolzen und viele Menschen vollständig verbrannten. Im 35 km entfernten Neustadt ging ein durch die Brände in Dresden verursachter Aschenregen nieder…
Um die Mittagszeit des nächsten Tages erfolgte ein Tagesangriff, begleitet von tieffliegenden Jagdflugzeugen, die auf alles schossen, was sich bewegte; Augenzeugenberichte werden allerdings als „Psychose“ abgetan, da sich in den Tagesbefehlen der Jagdflieger ja kein Auftrag hiezu finden lasse. (Wer würde so etwas Perfides denn schriftlich dokumentieren? – Anm. des Verf.).

Einen Tag darauf, am 15. Februar, stürzte die vollständig zerstörte Frauenkirche ein. Erst vor einigen Jahren wurde sie wiederaufgebaut, auch durch zahlreiche Spenden aus Großbritannien, was ein eindrucksvolles Zeichen der Versöhnung darstellte, ganz im Gegensatz zur Enthüllung eines Denkmals im Jahre 1992 für Arthur Harris („Bomber-Harris“), dem Strategen hinter diesem schrecklichen Morden aus der Luft.

Wie viele  Menschen in der Feuernacht ums Leben kamen, wird sich niemals feststellen lassen. Die Zahlen schwanken zwischen 25000 und 300000, wobei alle Jahre eine neue „offizielle Statistik“ erscheint, die die Zahl der Toten herabsetzt. Doch eines bleibt unbestritten: Es waren viel zu viele, und es ist unser aller Pflicht, ihr Andenken stets in Ehren zu halten, mögen andere es auch beschmutzen.    Alois Pressler  (DE Feber)

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